IPv4 vor IPv6 präferieren

Manchmal kommt man nicht weiter. So wie heute. Meine virtuellen Maschinen sind über IPv4 und IPv6 angebunden. Prinzipiell funktioniert das sowohl ein- als auch ausgehend problemlos. Wäre da nicht ein kleines Problem.

Aus einem bisher mir unerklärigen Grund ist der ausgehende Netzwerkverkehr über IPv6 schnarchend langsam. Sei es ein APT oder ein WGET, es benötigt alles gefühlt 3-5 Minuten. Da ich nicht den ganzen Tag mit der Problemsuche verbringen wollte, habe ich die Präferenz, welches Protokoll Debian vorzieht umgestellt – ich wusste zwar, dass bei der Namensauflösung versucht wird AAA-Records immer vor A-Records aufzulösen, wenn diese vorhanden sind. Was mir neu war ist, dass man auf dieses Verhalten Einfluss nehmen kann.

Dies geschieht sowohl unter Debian als auch unter CentOS in der Datei /etc/gai.conf. Unter Debian muss dafür folgende Zeile gesucht und einkommentiert werden:

precedence ::ffff:0:0/96  100

Unter CentOS ist ein wenig mehr Aufwand gefordert:

label       ::1/128        0label       ::/0           1label       2002::/16      2label       ::/96          3label       ::ffff:0:0/96  4precedence  ::1/128        50precedence  ::/0           40precedence  2002::/16      30precedence  ::/96          20precedence  ::ffff:0:0/96  100

Anschließend bevorzugt Debian/CentOS IPv4 vor IPv6.

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