Uptime Kuma - Selbstgehostetes Monitoring Tool

· 3 Minuten zu lesen
Uptime Kuma - Selbstgehostetes Monitoring Tool

Meine Server überwache ich in der Regel mit checkmk (wenn dazu Posts interessant sind, lasst es mich gerne mal wissen). checkmk ist eine mächtige Alternative zu Icinga und Nagstamon, in manchen Fällen aber vielleicht zu mächtig. Hier ist Uptime Kuma durchaus eine geeignete Alternative.

Dashboard von Uptime Kuma

Je nach Anwendungsfall ist weniger bekanntlich manchmal mehr. Besonders, wenn es Projekte gibt, bei denen ich auch für einfache Nutzer, die mit einem checkmk komplett überfordert wären gerne Statistiken herausgeben möchte. Der Entwickler selbst vergleicht es mit Uptime Robot, dem ich durchaus zustimme.
Uptime Kuma begrüßt angemeldete Benutzer mit einem aufgeräumten Dashboard, welches die wichtigsten Informationen bereithält, wie den aktueller Status, die Response-Zeit sowie die Laufzeit des Zertifikates.

Darunter kann man den vorherigen Verlauf einsehen (dessen Speicherdauer sich in den Einstellungen festlegen lässt) sowie eine History der vergangenen Events.

Uptime Kuma - Status Page Beispiel mit mailcow

Wer allerdings auch Daten nach außen herausgeben möchte, möchte es vielleicht noch aufgeräumter haben. Platzhirsch ist hier mit Sicherheit Statuspage von Atlassian, welches für einfache Projekte durchaus eine Nummer zu groß sein kann. Hier bietet Uptime Kuma die Option Statusseiten für Projekte anzulegen. Einzelne Checks können zu Gruppen zugeordnet, sowie das Erscheinungsbild der Status-Seite mittels CSS angepasst werden. Um keine kryptische oder lange URL aufrufen zu müssen, lassen sich Domains auf Status-Seiten festlegen.

Treten Fehler oder Vorfälle auf, können indiviuelle "Incidents" erstellt werden, die dann oben auf der Startseite dargestellt werden um Besucher über eben jenen zu informieren. Hier würde ich mir allerdings noch etwas mehr Anpassungsmöglichkeiten bzw. Optionen, wie fortführende Kommentare wünschen.

Uptime Kuma - Neuen Host anlegen

Es gibt mehrere Möglichkeiten einen Host zu überwachen. Neben der klassichen Abfrage wie HTTP(S) und Ports, können seit dem derzeit neusten Release 1.18 auch Docker Container abgefragt werden. Dazu muss Docker aber auf dem selben Host laufen oder aber über TCP mittels Docker Daemon abgefragt werden. Weitere Möglichkeiten zur Abfrage sind DNS, MySQL, PostgreSQL, Radius, MQTT und weitere.
Auch an Optionen wie Basic Authentification wurde gedacht, wenn man z.B. eine DEV-Umgebung hinter einer .htaccess-Abfrage prüfen möchte.

Benachrichtungen sind ebenfalls möglich. Diese können mit einer vielzahl an Services ausgelöst werden. Von diversen SMS-Dienstleistern, über Webhooks, Pushover bis hin zu Telegram gibt es diverse Kanäle.

Die Installation ist schnell und unkompliziert mittels Docker erledigt. Möchte man kein Docker verwenden gibt es aber auch die Möglichkeit Uptime Kuma direkt zu installieren. Dafür müssen NodeJS, Git und PMM auf dem Server installiert sein.

Ich habe mich bei mir für den interaktiven Installer entschieden. Dieser lässt sich einfach wie folgt aufrufen:

curl -o kuma_install.sh http://git.kuma.pet/install.sh && sudo bash kuma_install.sh

Ihr werdet dort direkt gefragt ob ihr die Installation mittels Docker oder NodeJS vornehmen wollt. Kleiner Hinweis, wählt ihr Docker, muss dieses vorher installiert sein. Im Falle, dass ihr euch für die lokale Installation entscheidet, werden alle Abhängigkeiten automatisch installiert.

Anschließend lauscht Uptime Kuma unter http://localhost:3001, wofür ich mir noch mittels nginx als Reverse Proxy einen Vhost angelegt habe.

Abschließend beachten sollte man bei all solchen selbstgehosteten Lösungen jedoch immer, dass sie nur von einem Ort aus prüfen. Größere Dienste wie Uptime Robot, Statuspage und Co. haben den Vorteil, dass sie dies von mehreren Orten auf der Welt tun.

Bitte lies die Community Guidelines bevor zu kommentierst.